NMN – was hat es damit auf sich?

NMN, Nicotinamid Mononukleotid, ist ein Vitamin B3-Abkömmling, der als Vorläufer von NAD+ angesehen wird. Es ist unverzichtbar bei der Zellatmung und im Aufbau bestimmter Proteine. Daher wird NMN mittlerweile als Waffe im Kampf gegen den Alterungsprozess gesehen.

NMN – die Chemie dahinter

Nikotinamid Mononukleotid wird aus NR (Nicotinamid Ribosid) umgewandelt. Dieser Vorgang gestaltet sich, wird er chemisch erzeugt, als ausgesprochen aufwendig und konstenintensiv. Dies ist einer der Hauptgründe, warum das chemisch hergestellte NMN derzeit ausschließlich für die Forschung verwendet werden darf.

So ist es kaum verwunderlich, dass dieses Molekül zu den mittlerweile meist gefälschten der Welt zählt. Eine amerikanische Studie, die 22 verschiedene Anbieter testete erlangte niederschmetternde Ergebnisse. Mehr als die Hälfte der Anbieter boten nur sehr minderwertiges oder gar kein echtes NMN an.

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NMN und das Altern

Mit zunehmendem Alter verringert sich der NAD (Nicotinamidadenindinucleotid)-Spiegel durch ein schleichendes Nachlassen der Produktion. Zugleich wird mit steigenden Alter der Abbau des wichtigen Energielieferanten beschleunigt.
Durch die Verringerung von NAD im Körper werden auch sogenannte Sirtuine – bestimmte Proteine, die sich an den Endothelzellen der Gefäße befinden – weniger produziert.
Genau dies begleitet und führt u.a. zum menschlichen Alterungsprozess.

Durch die Aufnahme von NMN wird dem Körper eine Vorstufe von NAD zugeführt. DIes sorgt dafür, dass der NAD-Spiegel und die Produktion von Sirtuinen wieder steigt. Auf diese Weise soll der Alterungsprozess gestoppt werden. Leistung und Ausdauer werden verbessert. Zudem kann Muskelgewebe wiederhergestellt werden und negative Auswirkungen des Alters verhindert werden. Außerdem kann es dazu beitragen, typische Altersbeschwerden wie Osteoporose zu verhindern.

Warum NMN und nicht direkt NAD als Nahrungsergänzung?

Die positiven Effekte gehen vom NAD aus. Dieses kann als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Im Dünndarm würde es hier in NMN und dann in weitere Metaboliten wie NR umgewandelt werden. Denn diese kleinen Metabolisten sind erst in der Lage, die Darmbarriere zu überwinden und über den Blutkreislauf an alle Zellen des menschlichen Körpers zu gelangen.

Um dieses Abbauprozess in seinen zahlreichen Stufen zu minimieren, ist NMN als Nahrungsergänzung die sinnvollere Alternative. Denn hierbei werden Abbau und Rückwandlung vermieden. Nachteilig ist hier der anfallende Preis, für die Supplemente. Dieser ist um ein vielfaches höher als die NAD-Supplemente.

Welche Studien gibt es zu NMN

Die Studien zum Thema NMN sind vor allem Tierversuchsstudien an Mäusen. Eine Studie aus dem Jahr 2017 untersuchte beispielsweise, wie sich eine Supplementierung mit NMN auf wichtige kardiovaskuläre und metabolische Funktionen auswirkt. Augenmerk lag hierbei vor allem auf Risikofaktoren für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Blutfette.
Hierbei wurden bei Untersuchungen mit einer mindestens 8-wöchigen Supplementierung festgestellt, dass sich die NMN-Aufnahme auf alle Bereiche positiv auswirkte.

Weitere Studien an den kleinen Nagern zeigten weitere positive Effekte auf die körperliche Aktivität und den Energiestoffwechsel. Zusätzlich konnte eine Ankurblung der Augenfunktion verzeichnet werden. Dabei wurde des weiteren beobachtet, dass mit steigendem Alter die Reaktion auf NMN stiegt.

Eine weitere zusätzliche Studie, die neben vorab männlichen Mäusen auch weibliche Exemplare nach der Menopause untersuchte, kam zu weiteren erstaunlichen Ergebnissen. Die Eizellen veränderten sich auf das Niveau einer deutlich jüngeren Eizelle. Dies führte dazu, dass die Weibchen wieder fortpflanzungsfähig wurden.

Gilt dies auch für den Menschen?

Ob diese positiven Effekte gegen den Alterungsprozess auf den Menschen übertragen werden können, steht noch im Fokus der Forschung. Hierzu werden bereits laufende Studien betrieben, jedoch werden noch Jahre der Beobachtung nötig sein, um die Studien und die daraus resultierenden Ergebnisse zu sichern.

Dennoch kann laut einer Studie aus Februar 2020 NMN ohne Bedenken eingenommen werden. In dieser Studie wurden verschiedene Milligrammangaben bei der Supplementierung untersucht und alle wurden als unbedenklich eingestuft.

Bekannte Fürsprecher von NMN

Der wohl bekannteste Fürsprecher von NMN dürfte der Wissenschaftler David Sinclair sein. Als einer der bekanntesten Anti-Aging-Wissenschaftler der amerikanischen Hacard-University, sieht er NMN nicht nur als vielversprechendes Mittel. Er selbst supplementiert es täglich – im Rahmen der Forschung. Dabei sind seine individuellen Ergebnisse natürlich nicht ausreichend, trieben aber die Aufnahme der ein oder anderen Studie am Menschen voran.

Zugeschriebene positive Effekte

Bei einm Experiment mit FAdenwürmern, Hefen und Fruchtfliegen konnte eine lebensverlängernde Wirung festgestellt werden. Diese wurden später auch an Mäusen beobachtet. Des weiteren konnten bestimmte typische Alterserkrankungen wie Diabetes, Osteoporse sowie Herzerkrankungen verbessert oder gar verhindert werden. Zudem konnte im Bereich der körperlichen Leistungsfähigkeit ein enormer Zuwachs von bis zu 80 Prozent festgestellt werden.

Die positiven Effekte auf einen Blick:

  • gesteigerte Leistungsfähigkeit
  • verbesserte Blutwerte
  • gesteigerte Energie
  • verbessertes und verjüngtes Hautbild
  • Wiedereinsetzen der Menstruation nach den Wechseljahren

Warum ist NMN nicht zugelassen?

Das mit NMN ein Supplement zur Verfügung steht, dass durch die einfache Einnahme zu einer gesamten körperlichen Verjünung führt, ist fast zu schön um wahr zu sein. Dabei sollte bedacht werden, dass die bisherigen gesicherten Ergebnisse auf Tests und Studien mit Mäusen beruhen. Auch wenn diese kleinen Nager der körperlichen Zusammensetzung des Menschen sehr ähnlich ist, können die Wirkungen nicht einfach auf den Menschen übertragen werden. Dazu bedarf es weiteren Studien an menschlichen Probanten, damit eventuelle Nebenwirkungen gesichert bzw. ausgeschlossen werden können.

Zudem sind die bisher vorhandenen Produkte auf dem Markt sehr teuer und nicht immer vertrauenswürdig. Wie bereits weiter oben erwähnt, wurden bei 22 Anbietern sehr enttäuschende Ergebnisse festgestellt. Dennoch ist es nicht verboten, das Mittel – zumeist in Pulverform – einzunehmen und zu probieren, wenn man sich selbst dazu entschließt.

Worauf achten wenn man NMN konsumiert

Wer die Wirkung von NMN selbst ausprobieren möchte, sollte vorab genau recherchieren, welche Produkte in Frage kommen. Dazu ist eine Prüfung des Anbieters ein erster, wichtiger Schritt. Hierbei sollte das Impressum transparent dargestellt sein. Zudem sollte eine Kontakttelefonnummer für persönlichen Kontakt bestehnen. Gute Produkte verfügen zudem über ein Reinheit-Analyse-Zertifikat.

Ein zusätzliches Indiz: Das MHD. Fehlt dieses bei dem angebotenem Produkt – lieber die Finger davon lassen, denn das MHD gehört bei seriösen Angeboten zwingend auf die Packung.
Als letztes Indiz gilt der Preis: Besonders preiswerte Angebote sollten besser gemieden werden. Hierbei ist nahezu immer davon auszugehen, dass es sich um andere Pulver wie Ascorbinsäure, Milchpulver und ähnliches handelt, jedoch nicht um NMN.

Zusätzlich gilt es zu wissen:
In Deutschland ist ein Angebot von NMN als Nahrungsergänzungsmittel nicht zulässig – es fehlen einfach die weiterführenden Studien zur Zulassung. Es kann nur als Chemikalie erworben werden.

Dosierung

Wer sich für eine Supplementierung mit NMN entscheidet, sollte diese zunächst für einen Zeitraum von etwa zwei Wochen testen. Hierbei ist eine Mindestdosis von 250 mg empfohlen. Im Testzeitraum ist eine Eigenbeobachtung nötig. Fühlt man sich leistungsfähiger, energetischer? Ist das Wohlbefinden gesteigert und das Hautbild verbessert? Diese Fragen helfen dabei, herauszufinden, ob die Dosierung individuell richtig ist. Bei Bedarf kann entsprechend auf bis zu 500 mg erhöht werden.
Sollten Missempfindungen, Unwohlsein oder anderweitige Probleme auftreten, wird dazu geraten, die Supplementierung umgehend abzubrechen.

Des Weiteren ist die Supplementmenge vom Lebensalter abhängig. Die empfohlene Dosierung pro Tag nach Alter sieht wie folgt aus:

30-40 Jahre – 200-400mg
40-50 Jahre – 400-600mg
50-60 Jahre – 600-800mg
ü 60 Jahre – 800-1200mg

Einnahme

Das Pulver wird zumeist mit einem Messlöffel geliefert. Hierbei kann die Menge an NMN einfach abgemessen werden. Es wird dabei empfohlen, das Pulver direkt unter die Zunge zu geben, damit eine maximale Aufnahme erreicht werden kann. Ideale Einnahmezeit ist morgens auf nüchternen Magen.

Lagerung

NMN ist kühl, trocken und dunkel zu lagern. Dabei wird es zumeist in wiederverschließbaren Beuteln oder Dosen ausgegeben, so dass eine Aufbewahrung entsprechend einfach möglich ist. Eine sichere und einfache Aufbewahrung ist der Kühlschrank in einem lichtundurchlässigen Behälter.
Dabei ist ein sehr reines NMN-Produkt ohne Probleme über Monate haltbar. Bei entsprechender Lagerung treten hierbei kaum Reinheitsverluste auf.

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